Nach einer schwachen Saison muss die erste Männermannschaft des ESV Lok in die Bezirksliga Chemnitz absteigen. 5 Siege aus 18 Spielen waren deutlich zu wenig, auch wenn selbst am letzten Spieltag durch einen klaren Sieg gegen den Zweiten GSVE Delitzsch II der Klassenerhalt zu erreichen gewesen wäre. Das Spiel endete trotz der knappen Satzverluste schließlich eindeutig 0:3.
Den Spielern um Kapitän Michael Schubert fehlte in diesem Jahr einfach der Biss. Nach einer Niederlagenserie im Herbst, die bei 0:14 Punkten fast schon den Klassenverlust bedeutete, bäumte sich der ESV auf. Er schaffte drei Siege in Folge und zwei weitere nach je einer Niederlage, ehe dann wieder durch die Gegner die spielerischen Fähigkeiten als nicht ausreichend offen gelegt wurden. Es mussten abschließend 4 Niederlagen hingenommen werden.
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Mit der Einzelkritik der Leistungen der Spieler über die Saison wird man beim ESV intern ausgiebiger sprechen. Fakt ist zunächst, dass manche Spieler familiäre und berufliche Dinge voranstellten. Insbesondere Peter Knösel als frischgebackener Papa von Zwillingen und Andy Schubert als werdender Kfz-Meister kann man dazu nur gratulieren. Trotz dessen konnten beide häufig zu Spielen erscheinen. Dass mit weniger Training auch bei Routiniers das Niveau nachlässt, wurde nicht zum ersten Mal erkannt. P. Knösel wird sich auch in Zukunft um seine 3+1 Frauen und einem Hausanbau widmen müssen. Bei „Meister“ A. Schubert werden die „Klodeckel“ wieder vermehrt Respekt verbreiten, wenn der Mittelblocker das Training wieder nutzen kann und zum Block hochsteigt. Die jungen Spieler Eric Schannwell und Nils Lonkowski fügten sich zunächst gut in die Mannschaft ein, doch leider fehlten der erhoffte Leistungssprung und die Entwicklung zu Führungspersönlichkeiten. Der so genannte Go-to-guy, derjenige zu dem man die Bälle hinspielt, wenn es eng ist, waren beide noch nicht. Der 20-jährige Eric Schannwell mit seinem Potential und der Erfahrung von drei Jahren Landesklasse wird nach Oelsnitz wechseln und in der Regionalliga versuchen, Fuß zu fassen. Der 18-jährige Nils Lonkowski tut gut daran, sich weiter in der Adorfer Mannschaft zu entwickeln. Er hat ebenfalls auf absehbare Zeit dieses Potential. Beide sollten daran arbeiten, auf konstant hohem Niveau zu spielen. Das gilt für den Verlauf eines Matches genauso wie für den Saisonverlauf. Die Unterstützung aus Leipzig mit Stefan Hertel und ab Dezember auch Ronny Braun wird nicht mehr in der Art fortgesetzt. St. Hertel wird nach 15 Jahren beim ESV aufhören. Die geringe Trainingsbeteiligung des in Leipzig wohnenden machten es immer schwerer, sein Potential für die Mannschaft abzurufen. Seine vielfältigen Spielfähigkeiten als Angreifer, Zuspieler und Libero bedürfen intensiver Kommunikation, für die die Spieltage sich nicht als ausreichend erwiesen. Er hatte selber eine gute Zeit und der ESV Lok Adorf und davon vor allem die I. Männermannschaft dankt ihm als einen zuverlässigen Spieler mit sehr guten strategischen Fähigkeiten. Natürlich werden sich die Wege auch weiterhin gelegentlich kreuzen. R. Braun wird in der kommenden Saison sporadisch das ESV-Team unterstützen, wobei vor allem eine Kadererweiterung bei Doppel-Heimspielen als hilfreich erachtet wird. Er punktete entscheidend bei den Adorfer Siegen von der Außenposition und fügte sich relativ leicht in die Mannschaft ein. Zuspieler Jens Lode ist mit seinen Leistungen etwas in die Kritik geraten. Jedoch sind alle zuversichtlich, dass der ehemalige Leistungsträger der Oelsnitzer Mannschaft dieses Tal mit Trainingseifer zu überbrücken weis, hatte er doch in der Vorsaison mit guten Leistungen der Mannschaft zu sicheren Klassenerhalt weitergeholfen. Mit seiner Routine dürften auch in der kommenden Saison manche Blockspieler ob seiner Finten ins Leere fliegen. Jan Künzel stellte oft die Mannschaft auf und begann deshalb meist auf der Bank. Die Verantwortung, den jungen Angreifern Spielzeiten zu geben, nahm er meist durch ein eigenes Opfer wahr. Sein Auge und seine gute Quote werden in der Bezirksliga sicher wieder besser zu Geltung kommen. Michael Schubert, der Kapitän und Mister 110 %, ist da anders gestrickt. Auf dem Weg zum perfekten Spiel ist er mitunter mit hohem Risiko und zu schlechten Quoten unterwegs. Wenn es gut läuft, dann ist jedoch gegen seine Bälle kein Kraut gewachsen. An einer guten Mischung ist zu arbeiten. Und dann ist da noch Mathias Behrens. Er wird hier nicht beurteilt, da er der Autor ist. Im nächsten Jahr steht er zu Verfügung. Betrachtet man den Kader, ist mit Neuzugängen zwingend zu rechnen und jeder der es mit den Adorfern versuchen will, ist gern gesehen. Inwieweit aus Oelsnitz mit Zugängen zu rechnen sein wird, ist noch unklar. Auch dort ist ja ein Umbruch zu erwarten und nur die regelmäßigen Trainingsteilnehmer haben auf lange Sicht Chancen auf Regionalliganiveau zu spielen. Es entwickelt sich die vereinseigene Jugend recht viel versprechend. Die von Frank Hofmann betreuten Jungen sind auf dem richtigen Weg und schnuppern mit drei-vier Spielern an der ersten Mannschaft. Die zweite Mannschaft wird wohl weiter als verschworene Gemeinschaft nicht als Lieferant für Spieler der ersten Mannschaft in Frage kommen. Der vorletzte Platz in der untersten Liga spricht hier leider auch Bände.
Bezüglich der leidigen Hallensituation – Adorf spielte die Saison in Oelsnitzer Hallen und gewann hier 3 von 8 Spielen - kann durch die freundliche Unterstützung durch die Medizinische Fachschule Bad Elster mit Heimspielen in derer neuen Halle in Bad Elster (Obere Reuth) gerechnet werden. Die Halle eignet sich ausgezeichnet für Volleyball und für eine echte Heimspielatmoshäre wie ehedem im „Adorfer Wohnzimmer“, der Turnhalle der Mittelschule.
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mbs
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